Funktionale Therapie

Das Konzept »Schlaffhorst-Andersen« und das »Lichtenberger Konzept« gehören zu den so genannten funktionalen therapeutischen und pädagogischen Ansätzen. Es handelt sich um Arbeitsweisen, die auf Übung und Behandlungen basieren. Sie berücksichtigen das Zusammenwirken von Körper und Psyche eines Menschen, um ihn im Umgang mit Atmung, Stimme und Sprechen zu unterstützen.

Meinen pädagogischen und therapeutischen Angeboten liegt immer das Verständnis von den Wechselwirkungen zwischen Atmung, Bewegung, Körperaufrichtung, Stimme und Sprechen sowie Psyche und Kognition zugrunde. Meine Interventionen zielen deshalb auf eine Vernetzung aller an Atmung, Stimme und Sprechen beteiligten Areale ab. Sie berücksichtigen stets auch die psychosomatische Dynamik bei Entwicklungsprozessen und Störungen.

Basierend auf den Konzepten von Schlaffhorst-Andersen und des Lichtberger Insitutes habe ich es zum Kern meiner Arbeit gemacht, den gesamten Menschen als (s)ein Instrument zur Kommunikation mit seiner Umwelt und auch mit sich selbst zu begreifen. Mein Ziel ist es, Sie dafür zu sensibilisieren. Auf diese Weise finden Sie zu einer gesunden Atmung, Stimmgebung und Sprechweise, so dass Sie sich selbstverständlich und vital ausdrücken können.

Die Arbeit mit dem Konzept „Schlaffhorst-Andersen“ und der „Lichtenberger Methode“ baut auf die verborgenen Ressourcen eines Menschen und aktiviert sie. Sein individuelles Potential wird stimuliert, regeneriert und gefördert.

Entwickelt wurde das Konzept Schlaffhorst-Andersen von der Gesangs- und Atempädagoginnen Clara Schlaffhorst und Hedwig Andersen. Es basiert auf ihren Erfahrungen und lebenslangen Forschungen und hat sich seit über 100 Jahren im therapeutischen und pädagogischen Bereich bewährt. Es wurde an der Schule Schlaffhorst- Andersen ständig weiterentwickelt und hat heute seinen festen Platz in der Prophylaxe und Therapie von Atem-, Stimm-, Sprech-, und Sprachstörungen. Es wird auch pädagogisch im Training und Coaching von Menschen mit sprechintensiven Berufen eingesetzt sowie künstlerisch und pädagogisch in der Arbeit mit Schauspielern, Sängern und Amateuren.

Das Lichtenberger Konzept für angewandte Stimmphysiologie hat seine Wurzeln in den jahrzehntelangen praktischen Erfahrungen und Forschungen der Sängerin und Gesangspädagogin Gisela Rohmert und des Arbeitswissenschaftlers Prof. Dr. Walter Rohmert. Gemeinsam gründeten sie 1982 das Lichtenberger Institut mit dem Ziel, die Erkenntnisse der Gesangs- und Instrumentalforschung in die Praxis umzusetzen. Durch beständige Weiterentwicklung hat sich dieses gesangspädagogische Konzept etabliert und findet hohe Anerkennung.